Anarchistisch oder Hierachisch – Wo steht der Lebenshof?

Ein zentrales Thema in jeder Gemeinschaft ist die Frage, wie Entscheidungen getroffen, neue Richtungen festgelegt, Konflikte gelöst und interne Abläufe organisiert werden. Hierbei gibt es unzählige Ausprägungen – von der Hausbesetzung mit anarchistischem Hintergrund bis zur Guru-geführten Esotherikgemeinschaft.

Betrachtet man all diese Modelle unvoreingenommen, wird man feststellen, dass jede Organisationsform ihre Vor- und Nachteile hat: Basisdemokratische Gemeinschaften bieten beispielweise eine freiere und egalitäerere Struktur als Gemeinschaften, die einen klaren Chef haben – dafür kann die Entscheidungsfindung bei ersterem auch sehr anstrengend sein und oft ist es schwierig, ein klares und wirtschaftliches Handeln als Gesamtorganisation umzusetzen.

Im Lebenshof versuchen wir hier einen guten Kompromiss zu finden, der irgendwo in der Mitte liegt. Natürlich ist aber auch eine gewisse Grundstruktur in unserem Projekt dadurch vorgegeben, dass das Gründerteam aus einer Familie kommt und dort derzeit auch das Eigentum an Häusern und Grundstücken liegt. In der folgenden Grafik haben wir mal versucht, uns im Spannungsfeld zwischen anarchistisch und hierarchisch einzuordnen:

Kurz zusammengefasst:

Anarchisten, 24-Stunden-dauerbekiffte-Extrem-Hippies 🙂 oder Esoteriker, die einen Guru suchen, werden bei uns nicht glücklich werden. Überzeugten Demokraten, die konsensorientierte aber strukturierte Organisationsformen gut finden, wollen wir den idealen Rahmen bieten, damit sie sich selbst zusammen mit der Gemeinschaft bestmöglich entfalten können.

Falls ihr euch nun fragt, wie gemeinschaftliche Entscheidungsfindung in der Praxis klappen kann, schaut euch doch mal das SK-Prinzip (Systemisches Konsensieren) näher an…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.