Projekte für 2017

Hier findet ihr eine Liste unserer aktuellen Projekte für 2017. Hiermit möchten wir einen Überblick schaffen, was alles zu tun ist, in welchen Bereichen es Arbeit gibt und wo ihr euch euren Talenten entsprechend einbringen könnt.

Wir freuen uns über weitere Ideen und Vorschläge – oder wenn ihr vorbei kommt und mit anpackt! 🙂

Projektbereich Permakultur

  • Die bestehende Sonnenfalle / Hügelbeet fertig bauen
  • Den uralten Bauerngarten mit Topinambur rekultivieren
  • Weitere schluchtartige Sonnenfallen mit Steinen für Kräuteranbau anlegen
    oder alternativ:
  • unser brachliegendes Hochbeet an der Südwand des Stallgebäudes (ca. 20m) reorganisieren
    (Optimal für sonnenhungrige & regenempfindliche Gemüsearten.)
  • unsere 2016 angelegten Pferdemist-„Erdmieten“umsetzen und mit Kürbissen, Zucchini u.ä. bepflanzen
  • Pilzzucht: in kleinem Versuchsrahmen in unserem Wäldchen beginnen
  • Hühnerbestand mit Biohühnern wieder auf 20 aufstocken

Projektbereich Tierhaltung

  • Sommerunterstand für Ziegen ausbauen
  • Pferde: Erste Trainingsversuche mit unsere beiden „Neuen“ für landwirtschaftliches Arbeiten (Holzrückekurs)
  • Kutschtraining & altergerechtes Training für unsere Seniorenpferde
  • Wanderreiten

Projektbereich Bauprojekte zur Erweiterung

  • Dachboden Haupthaus Entrümpelung & Inventarisierung
  • Appartement-Ausbau im Haupthaus: je nach Bedarf nur Wand-Isoluation & Licht oder größere Innenausbaumaßnahmen
  • Austragshaus: Bauplanung, ggf. Genehmigungsverfahren starten

Projektbereich Instandhaltungs-Arbeiten

  • noch zu planen…

Anarchistisch oder Hierachisch – Wo steht der Lebenshof?

Ein zentrales Thema in jeder Gemeinschaft ist die Frage, wie Entscheidungen getroffen, neue Richtungen festgelegt, Konflikte gelöst und interne Abläufe organisiert werden. Hierbei gibt es unzählige Ausprägungen – von der Hausbesetzung mit anarchistischem Hintergrund bis zur Guru-geführten Esotherikgemeinschaft.

Betrachtet man all diese Modelle unvoreingenommen, wird man feststellen, dass jede Organisationsform ihre Vor- und Nachteile hat: Basisdemokratische Gemeinschaften bieten beispielweise eine freiere und egalitäerere Struktur als Gemeinschaften, die einen klaren Chef haben – dafür kann die Entscheidungsfindung bei ersterem auch sehr anstrengend sein und oft ist es schwierig, ein klares und wirtschaftliches Handeln als Gesamtorganisation umzusetzen.

Im Lebenshof versuchen wir hier einen guten Kompromiss zu finden, der irgendwo in der Mitte liegt. Natürlich ist aber auch eine gewisse Grundstruktur in unserem Projekt dadurch vorgegeben, dass das Gründerteam aus einer Familie kommt und dort derzeit auch das Eigentum an Häusern und Grundstücken liegt. In der folgenden Grafik haben wir mal versucht, uns im Spannungsfeld zwischen anarchistisch und hierarchisch einzuordnen:

Kurz zusammengefasst:

Anarchisten, 24-Stunden-dauerbekiffte-Extrem-Hippies 🙂 oder Esoteriker, die einen Guru suchen, werden bei uns nicht glücklich werden. Überzeugten Demokraten, die konsensorientierte aber strukturierte Organisationsformen gut finden, wollen wir den idealen Rahmen bieten, damit sie sich selbst zusammen mit der Gemeinschaft bestmöglich entfalten können.

Falls ihr euch nun fragt, wie gemeinschaftliche Entscheidungsfindung in der Praxis klappen kann, schaut euch doch mal das SK-Prinzip (Systemisches Konsensieren) näher an…